KELLER

100% Geduld und keinerlei Kompromisse sind die Grundlagen für alle Clüsserath-Weine. Nach dem Mahlen und Einmaischen erfolgt eine bis zu 48 Stunden dauernde Maischestandzeit, je nach Jahrgang. Nach dem Sedimentieren wird der blanke, unfiltrierte und naturtrübe Traubensaft in Fässer gefüllt und die natürlich Gärung abgewartet. Der kühle, feuchte Keller im Weingut eignet sich optimal für die 50 Jahre alten 1000-Liter-Fuderfässer. Traditionell waren diese schon immer an der Mosel im Einsatz und bestimmen auch heute durch die langsame Gärung den Charakter der Weine. Ebenso traditionell wurden bei Familie Clüsserath schon immer einige Weine spontan vergoren. Durch Eva Clüsserath wurde bereits im Jahr 2002 die gesamte Produktion auf diese natürliche Vergärung umgestellt.
Die Weine bleiben komplett auf der Hefe liegen und werden nur einmal filtriert. Dann erfolgt die Abfüllung ohne weitere Eingriffe. Dadurch entsteht ein enormes Reifepotenzial: Die Weine öffnen sich erst ab etwa einem Jahr und zeigen ihre volle Entfaltung erst in den nächsten Jahren. Auch sonst erfolgen keinerlei weitere Eingriffe. Bei restsüßen Weinen erfolgt eine gewünschte Stoppung des Gärprozesses von Hand durch Temperaturveränderung und Schwefelung. Ungewollte Unterbrechungen des Gärprozesses werden nicht durch Eingriff wieder in Gang gebracht. Geduld bis zur nächsten Temperaturveränderung hilft den Weinen zur vollständigen Vergärung.